Filed under Deutsche Literatur

Kai Weyand – Applaus für Bronikowski

Kai Weyand – Applaus für Bronikowski

Leistung. Ohne diese ist kein Kapitalismus möglich. Gefordert wird sie bereits früh, damit das mit dem Baum, (vor allem) mit dem Haus und Sohn irgendwann realisiert werden kann. Klappt das nicht, erfolgt ein in die Ecke drängen, denn das passt dieser Gesellschaft nicht, ist doch: asozial. Gerade so ein Typ ist der Protagonist in diesem … Weiterlesen

Imran Ayata – Ruhm und Ruin

Imran Ayata – Ruhm und Ruin

»Entscheidend is auf’m Platz«, heißt eine viel zitierte Weisheit. In »Ruhm und Ruin« ist jedoch vor allem entscheidend, was neben dem Platz passiert. Und dort passiert bei einem deutsch-türkischen Kiezverein so einiges. Imran Ayatas Roman handelt nicht nur vom Fußball, es geht um mehr. Um Integration, Vorurteile, Klischees, Homophobie, Feminismus – und vor allem um … Weiterlesen

Ralf Rothmann – Im Frühling sterben

Ralf Rothmann – Im Frühling sterben

Sein Vater fand nie Worte dafür, um seine Kriegserlebnisse auszudrücken und nahm diese, ohne sie zu teilen, mit ins Grab. Denn »selbst wenn er die Sprache dafür [gehabt] hätte, würde es keine Erlösung geben« und der Autor setzt dort an. In »Im Frühling sterben«, von der Literaturkritik überaus positiv aufgenommen, widmet sich Ralf Rothmann fiktiv … Weiterlesen

Hans Fallada – Der Trinker

Hans Fallada – Der Trinker

Ein Gläschen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Doch was, wenn die Anzahl steigt? Ganz unbewusst? Der muntere Beginn zum Verlangen wird, mit einem zerstörerischen Ende? Das zu tief ins Glas schauen zum Alltag wird? In »Der Trinker«, posthum 1950 erschienen, verarbeitet Rudolf Ditzen alias Hans Fallada (*1893 – †1947) seine eigene Sucht und die … Weiterlesen

Böll im Doppelpack

Böll im Doppelpack

Am 16. Juli jährte sich der 30. Todestag des Nobelpreisträgers und eines der wichtigsten Nachkriegsautoren Deutschlands, Heinrich Böll. Passend dazu habe ich zwei Werke des Kölners in die Hand genommen, die schon länger auf dem Stapel liegen, aber aus welchen Gründen auch immer bisher noch nicht angefasst worden sind. Erzählt wird der Roman, der damals … Weiterlesen

Siegfried Lenz – Deutschstunde

Siegfried Lenz – Deutschstunde

Sicherlich ähneln die Taten zur Zeit des Nationalsozialismus – zum Teil – einem Dominoeffekt. Die Ideologie wurde dem Volk eingetrichtert, durch Gehirnwäsche und Manipulation. Viele Steine fielen um und rissen weitere mit sich. Ob von der Politik überzeugt oder nicht, heißt es häufig, es gab kaum einen Ausweg, eine andere Denkweise wurde nicht geduldet. Man … Weiterlesen

Nino Haratischwili – Das achte Leben (Für Brilka)

Nino Haratischwili – Das achte Leben (Für Brilka)

Natürlich bin ich wieder mal spät dran. Aber wofür die Hetze? Nino Haratischwilis monumentales, fast 1300 Seiten umfassendes Werk »Das achte Leben (Für Brilka)« erschien im September 2014. Von Weltliteratur war sogar die Rede, ebenso vom besten Roman des Jahres. Die Lobeshymnen überschlugen sich, wurden zwar schon gesungen, trotzdem möchte ich in die gleiche Kerbe … Weiterlesen

Stephanie Bart – Deutscher Meister

Stephanie Bart – Deutscher Meister

Einstellung, Talent, Ehrgeiz und Willen sind normalerweise die entscheidenden Faktoren für einen sportlichen Erfolg. Es ist deswegen wenig verwunderlich, dass die Nazis ihre Rassenauslegung nicht (immer) auf den Sport übertragen konnten, wenngleich die Olympischen Sommerspiele 1936 in Berlin, bei denen die meisten Medaillen an das Deutsche Reich gingen, ihre Ideologie dadurch untermauerten. Stephanie Barts Roman … Weiterlesen

Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

ISIS, Ostukraine, Israel. Bilder von Gewalt schwirren über die teuren 3D-Geräte, täglich. Sie berühren uns vielleicht so lange, bis wir ins Bett steigen und am nächsten Tag entschlüpft wieder alles. Eigene Sorgen drängen sich auf und verschieben. Menschen brauchen persönliche Bezüge, um Empathie heraufzubeschwören. Der Tod eines Schlagersängers, den man doch ach so gerne hatte, … Weiterlesen

Herta Müller – Mein Vaterland war ein Apfelkern

Herta Müller – Mein Vaterland war ein Apfelkern

Der Effekt des geschriebenen Wortes ist besonders. Er kann schallen, hallen. Anders als bei Konkurrenzmedien wie Audio- oder Film-Dateien wirkt er fortwährender, anhaltender. Infolgedessen sollte man dankerfüllt sein, dass das Gespräch mit Nobelpreisträgerin Herta Müller in »Mein Vaterland war ein Apfelkern« schriftlich fixiert wurde und nicht anderswie. Es bringt uns die Literatin einen Schritt näher. … Weiterlesen