Christoph Hein – Trutz

Christoph Hein – Trutz

Absoluter Wahnsinn, wie viele unzählige Talente, ja Genies, Stalin und Hitler eliminiert haben. Beide paranoide Diktatoren pfiffen auf all die klugen Köpfe, als sie diese beseitigten. Sie hätte ihnen nützlich sein können. Das zeigen auch die Lebensläufe in diesem Roman, der das Potential zwar nicht immer ausschöpft, dennoch lesenswert ist. Denn »Trutz« ist auch eine … Weiterlesen

Swetlana Alexijewitsch – Zinkjungen

Swetlana Alexijewitsch – Zinkjungen

Glück hatte mein Vater: Er diente in der Sowjetunion nur wenige Jahre vor dem Krieg in Afghanistan. Kam für einen Einsatz noch nicht in Frage. Pech hatten Nachbarn meiner Großeltern. Die Eltern bekamen Zinksärge geliefert. Darin lagen ihre jungen Söhne. Die Intervention in Afghanistan (1979 bis 1989) bildet ein (weiteres) dunkles Kapitel der Sowjetunion. Swetlana … Weiterlesen

Gaito Gasdanow – Die Rückkehr des Buddha

Gaito Gasdanow – Die Rückkehr des Buddha

Du spendest einem Penner Kohle. Obwohl du kaum etwas besitzt. Triffst ihn nach Jahren wieder. Freundest dich mit ihm an. Staunst, weil er schweinereich geworden ist. Dann wird er umgebracht. Im Testament steht: Du erbst alles. Fiebervisionen hast du, bist manchmal schwer verwirrt. Kannst nicht unterscheiden: Wo endet die Wirklichkeit, wo beginnt der Wahn? Hast … Weiterlesen

Acht Tipps, um als Buchblogger richtig durchzustarten

Acht Tipps, um als Buchblogger richtig durchzustarten

1.) Schreibe wundervolle Rezis mit ganz vielen Adjektiven wie »fantastisch«, »phänomenal« oder »einmalig«. Nicht vergessen: den Inhalt eines Buches ausführlich wie möglich wiedergeben. Mochtest du die Protagonisten? Waren sie dir sympathisch? Konntest du dich mit ihnen oder ihren Taten identifizieren? Teile das deinen Lesern mit! Sei dir bewusst, welche Kräfte du als Blogger bündelst. Von … Weiterlesen

Kürze und Würze #4

Kürze und Würze #4

Als junger Bursche habe ich Romane wie »Schatzinsel« oder Huckleberry Finns Abenteuer verschlungen. Warum nicht als Erwachsener ähnlich wie einst flüchten?, dachte ich mir und kaufte diesen Abenteuerroman mit fabelhaftem Cover. Zuvor noch nie von gehört, aber Falkners »Moonfleet«, 1898 veröffentlicht, ist vor allem im englischsprachigen Raum richtig bekannt. Und sein Werk vereint typische Eigenschaften … Weiterlesen

Kat Kaufmann – Die Nacht ist laut, der Tag ist finster

Kat Kaufmann – Die Nacht ist laut, der Tag ist finster

Er hat kein Problem – er ist das Problem. Jonas, unglücklich und Mitte zwanzig, wandelt durchs Leben. Kein Ziel, keine Perspektiven. Der Typ ist abgefuckt, ein Kauz, ein mit Pharmazeutika vollgestopfter »Psycho«. Und dann bekommt dieser Jonas plötzlich Antrieb. Sein Großvater nennt kurz vorm Tod einen russischen Namen, den unser Antiheld unbedingt aufspüren muss – … Weiterlesen

Ist wieder soweit – Herbstvorschau 2017

Ist wieder soweit – Herbstvorschau 2017

Mit den Vorschauen verhält es sich wie bei Oma. Du hast noch nicht aufgegessen, aber die Großmutter reicht dir bereits den nächsten Teller mit Leckereien. Meine Favoriten aus dem Frühjahr habe ich längst noch nicht alle gelesen. Aber die Verlage servieren wieder neuen Stoff. Und natürlich macht das Appetit. Was mich interessiert, habe ich notiert… … Weiterlesen

Andrej Platonow – Die Baugrube

Andrej Platonow – Die Baugrube

Etwas zwischen Roman, Erzählung und Dokument hat Andrej Platonow (*1899 – †1951) mit der »Baugrube« geschaffen. Das hochkomplexe, mehrdeutige und verdichtete Werk enthält Anspielungen auf Politik, Philosophie, Religion und Zeitgeist. Vor allem widmet sich Platonow der Sowjetunion in den Jahren 1929/1930, als Stalin die revolutionäre Industrialisierung plant und weiter gegen die kapitalistischen Elemente vorgeht. Was … Weiterlesen

Gay Talese – Der Voyeur

Gay Talese – Der Voyeur

Er sieht alles: homosexuelle Pärchen, Seitensprünge, Junge und Alte, Schwarze und Weiße, Masturbation mit und ohne Spielzeugen, Inzest. Anders als in Pornos ist der Sex aber »echt«. In seinem Motel observiert Gerald Foos über mehrere Jahrzehnte Menschen im Naturzustand – ohne dass sie es merken oder erfahren. Der US-Amerikaner blickt hinter verschlossene Schlafzimmertüren und notiert … Weiterlesen

Naira Gelaschwili – Ich bin sie

Naira Gelaschwili – Ich bin sie

Mal himmelhoch jauchzend, wenig später zu Tode betrübt, optimistisch, dann wieder desillusioniert. Beim ersten Verlieben fahren die Emotionen Achterbahn. Georgerin Naira Gelaschwili hat eine kreative Erzähltechnik gewählt, um diese Gemütslage zu beschreiben: Die Protagonistin führt mit ihren Ichs Zwiegespräche. Nia, etwa 13 Jahre alt, beschattet, verfolgt und beobachtet ihn. Gogi, Medizin-Student um die 20, wohnt … Weiterlesen