Tagged with 2. Weltkrieg

Anatolij Kusnezow – Babij Jar – Die Schlucht des Leids

Anatolij Kusnezow – Babij Jar – Die Schlucht des Leids

Anlässlich des 75. Jahrestages von Babij Jar besichtigte ich im Rahmen einer deutsch-ukrainischen Jugendbegegnung den ehemaligen Ort des Verbrechens in Kiew. Sprach mit Zeitzeugen wie Vasyl Mychailovsky, der den Nazis durch Glück und Zufall als Kind entkam. Und ich muss zugeben: Auch mir war die Geschichte zu dieser Schlucht im Vorfeld nicht bekannt. Als vorbereitende … Weiterlesen

Jacques Tardi – Der lange Marsch durch Deutschland

Jacques Tardi – Der lange Marsch durch Deutschland

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945, und der Zerstörung von Hitlers Vision, beginnen zahlreiche Märsche. Flüchtlinge, Kriegsgefangene, Vertriebene, Inhaftierte und Unterdrückte machen sich auf, um in ihre Heimaten zurückzukehren oder sich neue Bleiben zu suchen. René Tardi ist einer von ihnen, ein sogenannter KG (=Kriegsgefangener), der fast den ganzen Konflikt eingesperrt im Stalag II-B … Weiterlesen

Léon Werth – 33 Tage

Léon Werth – 33 Tage

In Zeiten wie diesen vergessen viele: die Flucht war schon immer ein fester Bestandteil der Menschheit. Schon immer, spätestens seitdem Waffen entdeckt und entwickelt wurden. Denn diese sorgten dafür, dass sich Individuen über andere stellen konnten, durch den Kampf, durch Kriege, durch Eroberung. In Zeiten wie diesen ist es immer sinnvoll, sich zu erinnern, dass … Weiterlesen

Wassili Grossman – Leben und Schicksal

Wassili Grossman – Leben und Schicksal

Die Feuerwüste und den Hexenkessel erlebte Wassili Grossman (*1905 – †1964) als Kriegsreporter mit, die einstige Metropole des Zweiten Weltkriegs – Stalingrad. Nach zähen Gefechten und zahlreichen Opfern verteidigte die Rote Armee ihre Stadt, unterband damit ein Vordringen der Deutschen in Richtung Kaukasus und weiter nach Asien. Dieser Sieg hatte auch einen erheblichen Anteil an … Weiterlesen

Ralf Rothmann – Im Frühling sterben

Ralf Rothmann – Im Frühling sterben

Sein Vater fand nie Worte dafür, um seine Kriegserlebnisse auszudrücken und nahm diese, ohne sie zu teilen, mit ins Grab. Denn »selbst wenn er die Sprache dafür [gehabt] hätte, würde es keine Erlösung geben« und der Autor setzt dort an. In »Im Frühling sterben«, von der Literaturkritik überaus positiv aufgenommen, widmet sich Ralf Rothmann fiktiv … Weiterlesen

Swetlana Alexijewitsch – Die letzten Zeugen

Swetlana Alexijewitsch – Die letzten Zeugen

Kein Krieg ohne Opfer, die frei von Schuld sind. Aus Kinderaugen lässt sich diese Unschuld wohl am eindringlichsten herauslesen. Sie begreifen von alldem nichts, Verluste und Zerstörungen können nicht verarbeitet, genau wie rationale Erklärungen für die eklatante Situation gefunden werden. Warum uniformierte Faschisten einmarschieren, plötzlich morden, sich wie Wilde aufführen. Es nichts mehr Beißfestes gibt, … Weiterlesen

Imre Kertész – Roman eines Schicksallosen

Imre Kertész – Roman eines Schicksallosen

Aussagen wie »Ich kann sagen, auch ich habe Buchenwald bald liebgewonnen.«, »Fürs Erste genügte es, ein guter Häftling zu werden.« oder »Ja, davon vom Glück der Konzentrationslager müsste ich erzählen, das nächste Mal, wenn sie mich fragen.« sind an dieser Stelle zwar aus dem Zusammenhang gerissen, verdeutlichen allerdings, eine komplett andere Vorgehensweise und Annäherung an … Weiterlesen

Davide Enia – So auf Erden

Davide Enia – So auf Erden

Einen rasanten und etwas anderen Coming-of-Age-Roman präsentiert der sizilianische Dramaturg, Schauspieler, Regisseur und Autor Davide Enia, der mit »So auf Erden« sein Debüt vorlegt. Darin wird nicht nur die steile Karriere eines jungen Boxers verdeutlicht, der sich den Problemen des Heranwachsens stellen muss, auch die schicksalhafte Geschichte seiner Familie wird erzählt. Ein Ringen mit der … Weiterlesen

Siegfried Lenz – Deutschstunde

Siegfried Lenz – Deutschstunde

Sicherlich ähneln die Taten zur Zeit des Nationalsozialismus – zum Teil – einem Dominoeffekt. Die Ideologie wurde dem Volk eingetrichtert, durch Gehirnwäsche und Manipulation. Viele Steine fielen um und rissen weitere mit sich. Ob von der Politik überzeugt oder nicht, heißt es häufig, es gab kaum einen Ausweg, eine andere Denkweise wurde nicht geduldet. Man … Weiterlesen

Jurij Wynnytschuk – Im Schatten der Mohnblüte

Jurij Wynnytschuk – Im Schatten der Mohnblüte

Mit dem multikulturellen Lemberg der 30er Jahre wählt Jurij Wynnytschuk ein spezielles Szenario und baut um diese Stadt herum eine einfühlsame Geschichte, die begeistert. Sie springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, enthält mystische und fantastische Elemente. Vor allem handelt sie auch von besonderen Freundschaften und Geistesverwandtschaften, die über den Tod hinaus reichen. Erst wurde das polnische … Weiterlesen