Tagged with Josef Stalin

Christopher Wilson – Guten Morgen, Genosse Elefant

Christopher Wilson – Guten Morgen, Genosse Elefant

Ganz kümmerlich soll der Diktator gestorben sein, vollgepisst und hilflos lag er herum, bis nach mehreren Tagen sich irgendwer zu ihm ins Zimmer traute und seinen Tod attestierte. Um das Ableben  von Stalin ranken sich einige Mythen. Mediziner, die ihm helfen konnten, fehlten, weil er sie alle beseitigt hatte. Und auch die Bediensteten hatten Angst, … Weiterlesen

Christoph Hein – Trutz

Christoph Hein – Trutz

Absoluter Wahnsinn, wie viele unzählige Talente, ja Genies, Stalin und Hitler eliminiert haben. Beide paranoide Diktatoren pfiffen auf all die klugen Köpfe, als sie diese beseitigten. Sie hätten ihnen nützlich sein können. Das zeigen auch die Lebensläufe in diesem Roman, der das Potential zwar nicht immer ausschöpft, dennoch lesenswert ist. Denn »Trutz« ist auch eine … Weiterlesen

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Der Fahrstuhl surrt und faucht, als er von Etage zu Etage zieht und ein Mann, Komponist Dmitri Schostakowitsch, im Mai 1937 darauf wartet, bis sich die Türen öffnen. Der Musiker hält einen Koffer in der Hand, im Inneren befinden sich Zigaretten, Unterwäsche und Zahnpulver. Er raucht nervös Kette, Panik und Angst überfallen ihn. Aber der … Weiterlesen

Anatoli Pristawkin – Wir Kuckuckskinder

Anatoli Pristawkin – Wir Kuckuckskinder

Sobald ein Diktator zu seiner Position gelangt ist, finden sich keine Zweifel mehr. Vollstes Vertrauen spricht ihm jegliche Gesellschaftsschicht aus. Es gibt kein Dagegen, es ist nicht existent. Anatoli Pristawkin  (*1931 – †2008), hierzulande eher unbekannt, verdeutlicht in »Wir Kuckuckskinder« (1991 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet) diese Dimensionen und zudem das Schicksal von sowjetischen Waisenkindern … Weiterlesen

Joseph Brodsky – Erinnerungen an Leningrad

Joseph Brodsky – Erinnerungen an Leningrad

Mit Lyrik kann ich wenig anfangen. Eher teilnahmslos habe ich die Gedichte von Nobelpreisträger Joseph Brodsky (*1940 – †1996) aufgenommen. Umso begeisterter waren seine Essays, auf die ich gestoßen bin, die einen Rebellen zeigen, der keineswegs mit dem politischen System d‘accord gehen wollte und jemanden, der die Eltern abgöttisch liebte, sie nach seiner Ausreise in … Weiterlesen

Igort – Berichte aus der Ukraine

Igort – Berichte aus der Ukraine

Zwei Jahre, von 2008 bis ’09, war der italienische Comiczeichner Igort in der Ukraine unterwegs, wollte sie und das Postsowjetische dadurch näher verstehen sowie die Folgen des Kommunismus aufspüren. Daraus resultierte das Graphic-Novel-Produkt »Berichte aus der Ukraine«, das sich einerseits mit der Gegenwart beschäftigt, andererseits die Vergangenheit des arg gebeutelten Landes aufgreift. Igort hält die … Weiterlesen

Anatoli Rybakow – Jahre des Terrors

Anatoli Rybakow – Jahre des Terrors

Der Mythos von Josef Stalin hält an. Nach wie vor ist der einstige Sowjet-Diktator unheimlich populär im russischen Gebiet, Umfragen zeigen das. Nicht wenige wünschen sich ihn sogar zurück. Vermutlich lässt sich diese Sympathie mit Stalins Erfolg im 2. Weltkrieg begründen. Andernfalls, und das wird häufig bemängelt, könnte fehlendes historisches Wissen bei der jüngeren Generation … Weiterlesen

Anatoli Rybakow – Die Kinder vom Arbat

Anatoli Rybakow – Die Kinder vom Arbat

Kaum ein Roman kann die Herrschaft Josef Stalins besser skizzieren als Anatoli Rybakows »Die Kinder vom Arbat«. Von 1966 bis 1983 schrieb der Autor daran, bis er 1987 endlich und während Michail Gorbatschows Amtszeit veröffentlicht werden durfte. Rybakow (*1911 – †1998) geniert sich nicht, macht reinen Tisch mit dem Stalinismus und zeigt die Quittungen der … Weiterlesen

Swetlana Alexijewitsch – Secondhand-Zeit

Swetlana Alexijewitsch – Secondhand-Zeit

1991 wurde die Sowjetunion aufgelöst. Doch die Werte und Einstellungen, die sie mit ihrem Sozialismus einverleibt hat, können nicht einfach so durch einen politischen Schlussstrich ausgetrieben werden. Journalistin und Schriftstellerin Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch hat genau darüber das Buch »Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus.« geschrieben. 2013 wurde die Belarussin dafür mit dem Friedenspreis des … Weiterlesen

Viktor Jerofejew – Die Akimuden

Viktor Jerofejew – Die Akimuden

Die juckenden Finger sollte man in Russland bekanntlich still halten. Gegen-den-Strom-schwimmen wird nicht so besonders gerne toleriert und kann, wie einige Fälle zeigen, manchmal tragisch enden. Der russische Autor Viktor Jerofejew macht sich nichts daraus und kritisiert trotzallem. Er lehnt die Regierung samt des Mannes an der Spitze, Vladimir Putin, öffentlich ab. Vor allem ist … Weiterlesen