Vladimir Sorokin – Telluria

Vladimir Sorokin – Telluria

In der nahen Zukunft und in »Telluria« bekommt Nägel mit Köpfen machen eine vollkommen andere Bedeutung. Präparierte Nägel werden IN die Köpfe gemacht oder vielmehr in die kahlrasierten Schädel eingeschlagen, wodurch sich eine Droge entfaltet, die als das neue Wunderelixier gefeiert wird. Auch sonst ist kaum noch etwas, wie es heute ist: Zahlreiche territorialen Grenzen … Weiterlesen

Vladimir Nabokov – König Dame Bube

Vladimir Nabokov – König Dame Bube

»König Dame Bube« (1928) ist nach »Maschenka« (1926) Vladimir Nabokovs zweites Werk und ein deutliches Upgrade zu seinem etwas unrunden Debüt, in dem er sein Heimweh im Berliner Exil verarbeitet hat. Der Zweitling handelt von einer Dreiecksbeziehung, die dazu führt, dass jemand ausgeklammert, sprich, getötet werden soll. Aus drei soll zwei gemacht werden. Nur wie, … Weiterlesen

Hans Fallada – Der Trinker

Hans Fallada – Der Trinker

Ein Gläschen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Doch was, wenn die Anzahl steigt? Ganz unbewusst? Der muntere Beginn zum Verlangen wird, mit einem zerstörerischen Ende? Das zu tief ins Glas schauen zum Alltag wird? In »Der Trinker«, posthum 1950 erschienen, verarbeitet Rudolf Ditzen alias Hans Fallada (*1893 – †1947) seine eigene Sucht und die … Weiterlesen

Böll im Doppelpack

Böll im Doppelpack

Am 16. Juli jährte sich der 30. Todestag des Nobelpreisträgers und eines der wichtigsten Nachkriegsautoren Deutschlands, Heinrich Böll. Passend dazu habe ich zwei Werke des Kölners in die Hand genommen, die schon länger auf dem Stapel liegen, aber aus welchen Gründen auch immer bisher noch nicht angefasst worden sind. Erzählt wird der Roman, der damals … Weiterlesen

Die Frau mit den 5 Elefanten

Die Frau mit den 5 Elefanten

Die Haare grau, der Rücken gekrümmt und die Augen, die Weisheit versprühen, trüb. Swetlana Geier ist über 80 als dieser Dokumentarfilm gedreht wird. Er zeigt ein außergewöhnliches Leben einer Kulturvermittlerin und Übersetzerin. Entstanden ist eine Biografie der Grande Dame, die u.a. Tolstoi, Bulgakow und Solschenizyn ins Deutsche übersetzt und sich seit den 90ern auf Fjodor … Weiterlesen

Zweimal Modiano zum Mitnehmen, bitte!

Zweimal Modiano zum Mitnehmen, bitte!

Als im vergangenen Jahr der Nobelpreis an einen gewissen Franzosen gegangen ist, stand ich auf dem Schlauch. Weder ein Gesicht vor mir, noch hatte ich je von dem Namen oder seinen Werken gehört – und wie mir erging es, so schien es, wohl vielen anderen ähnlich: Patrick who? Zwei Werke habe ich – angetan von … Weiterlesen

Swetlana Alexijewitsch – Die letzten Zeugen

Swetlana Alexijewitsch – Die letzten Zeugen

Kein Krieg ohne Opfer, die frei von Schuld sind. Aus Kinderaugen lässt sich diese Unschuld wohl am eindringlichsten herauslesen. Sie begreifen von alldem nichts, Verluste und Zerstörungen können nicht verarbeitet, genau wie rationale Erklärungen für die eklatante Situation gefunden werden. Warum uniformierte Faschisten einmarschieren, plötzlich morden, sich wie Wilde aufführen. Es nichts mehr Beißfestes gibt, … Weiterlesen

Michail Bulgakow – Der Meister und Margarita

Michail Bulgakow – Der Meister und Margarita

Ein Werk, das mit einer Komplexität bestückt ist und zu den herausragenden russischen Romanen des 20. Jahrhunderts zählt. Es erfolgt ein Versuch, das Besondere an Michail Bulgakows (*1891 – †1940) Meister- und Lebenswerk festzuhalten, der die Gedanken sortieren und ordnen soll. Unweigerlich nach den ersten Seiten entfaltet sich eine Anziehungskraft, die immer wieder nach diesem … Weiterlesen

Joseph Brodsky – Erinnerungen an Leningrad

Joseph Brodsky – Erinnerungen an Leningrad

Mit Lyrik kann ich wenig anfangen. Eher teilnahmslos habe ich die Gedichte von Nobelpreisträger Joseph Brodsky (*1940 – †1996) aufgenommen. Umso begeisterter waren seine Essays, auf die ich gestoßen bin, die einen Rebellen zeigen, der keineswegs mit dem politischen System d‘accord gehen wollte und jemanden, der die Eltern abgöttisch liebte, sie nach seiner Ausreise in … Weiterlesen

Italo Calvino – Warum Klassiker lesen?

Italo Calvino – Warum Klassiker lesen?

Was ist schon ein Klassiker? Mal darüber nachgedacht? Wie lässt sich ein Klassiker überhaupt definieren und was bringt er uns? Spinnt man den Faden weiter, kommt man zur Erkenntnis, dass es gar nicht so einfach ist, denn Klassiker-Stempel begründet zu benutzen. Italo Calvino  (*1923 – †1985) versucht in seinem Essay »Warum Klassiker lesen?« diese Fragen … Weiterlesen