Filed under Russische Literatur

Wassili Grossman – Leben und Schicksal

Wassili Grossman – Leben und Schicksal

Die Feuerwüste und den Hexenkessel erlebte Wassili Grossman (*1905 – †1964) als Kriegsreporter mit, die einstige Metropole des Zweiten Weltkriegs – Stalingrad. Nach zähen Gefechten und zahlreichen Opfern verteidigte die Rote Armee ihre Stadt, unterband damit ein Vordringen der Deutschen in Richtung Kaukasus und weiter nach Asien. Dieser Sieg hatte auch einen erheblichen Anteil an … Weiterlesen

Der Übersetzer

Der Übersetzer

Nach Swetlana Geier (*1923 – †2010) ist nun auch Juri Elperin (*1917 – †2015) im vergangenen Jahr verstorben. Beide waren bekannt für ihre außerordentlichen Übersetzungen vom Russischen ins Deutsche. Beide waren neben ihrem Schaffen für die Literatur Zeitzeugen, weil sie auf ein ereignisreiches Leben zurückblicken durften und die Erdbeben, Konflikte Europas hautnah mitbekamen. Und von … Weiterlesen

Vladimir Nabokov – Der Späher

Vladimir Nabokov – Der Späher

Stell dir vor: Du denkst, du seist tot, lebst aber und kannst dich von außen betrachten. »Der Späher« (1930), Vladimir Nabokovs vierter Roman, den er (wie die drei anderen) im Berliner Exil verfasst hat, handelt von einer multiplen Persönlichkeit, wodurch ein experimentierfreudiger Text entsteht: Aus welcher Perspektive wird gerade erzählt? Wer ist eigentlich der Ich-Erzähler, … Weiterlesen

Michail Bulgakow – Das hündische Herz

Michail Bulgakow – Das hündische Herz

Seit Frankenstein, der, das vergessen viele, aus einem Roman (1818), dem von Mary Shelley, entsprang, hat es zahlreiche literarische oder kinematografische Produkte gegeben, in denen eine Art Mensch künstlich von anderen Menschen erschaffen wurde – meist als Monster. Auch Michail Bulgakow (*1891 – †1940) hat diese Konstellation zum Gegenstand seines Werks »Das hündische Herz« gemacht: … Weiterlesen

Alexander Solschenizyn – Der Archipel Gulag

Alexander Solschenizyn – Der Archipel Gulag

Im April begonnen. Im November beendet. Noch nie länger für ein Werk gebraucht – sieben Monate. Weggelegt, unterbrochen, ersetzt, daran erinnert, vergessen und dennoch immer wieder regelmäßig aufgeschlagen. Durchhaltewillen, nennt man es bei Langstreckenläufern. Ja, dieser Willen war vonnöten, unbedingt. Auf der Zielgeraden angekommen, richtet man die Arme nach oben und weiß: Das, was Du … Weiterlesen

Alexander Nitzberg im Interview

Alexander Nitzberg im Interview

Ins Scheinwerferlicht des Literaturmarktes rückte der Lyriker und Übersetzer, Alexander Nitzberg, vor allem durch die Neuübertragungen von Michail Bulgakows Werken. Nun hat sich Alexander Nitzberg einen im Westen eher unbekannten Schriftsteller, dem Russen Boris Sawinkow, gewidmet, der gleichzeitig ein Terrorist war. Sein Roman, »Das fahle Pferd«, handelt von diesem Radikalen, vom Planen eines Attentats und … Weiterlesen

Boris Sawinkow – Das fahle Pferd

Boris Sawinkow – Das fahle Pferd

Lange vor der RAF, Al-Qaida oder dem IS war Terrorismus ein fester Bestandteil dieses Planeten und diente dazu, gewaltvolle und gleichzeitig gewaltige Zeichen zu setzen. Wie in Russland als Widerstand gegen die repressive Zarenpolitik und Monarchie vor der großen Revolution 1917. Boris Sawinkow (*1879 – †1925) war einer von diesen Radikalen, galt seinerzeit als Top-Terrorist … Weiterlesen

Sigismund Krzyżanowski – Der Club der Buchstabenmörder

Sigismund Krzyżanowski – Der Club der Buchstabenmörder

Keine Hemden, keine Schuhe, lautet eine Regel des »Fight Club«. Im elitären »Club der Buchstabenmörder« dürfen diese die Erscheinung noch prägen. Dafür aber die ausgesprochenen und vorgestellten literarischen Geistesblitze nicht aufgeschrieben werden. Sigismund Krzyżanowski (*1887 – †1950), in Kiew geboren, in Moskau gestorben, musste Zeit seines Lebens eine literarische Nichtexistenz aufgrund des Regimes erfahren, beweist … Weiterlesen

Vladimir Sorokin – Telluria

Vladimir Sorokin – Telluria

In der nahen Zukunft und in »Telluria« bekommt Nägel mit Köpfen machen eine vollkommen andere Bedeutung. Präparierte Nägel werden IN die Köpfe gemacht oder vielmehr in die kahlrasierten Schädel eingeschlagen, wodurch sich eine Droge entfaltet, die als das neue Wunderelixier gefeiert wird. Auch sonst ist kaum noch etwas, wie es heute ist: Zahlreiche territorialen Grenzen … Weiterlesen

Vladimir Nabokov – König Dame Bube

Vladimir Nabokov – König Dame Bube

»König Dame Bube« (1928) ist nach »Maschenka« (1926) Vladimir Nabokovs zweites Werk und ein deutliches Upgrade zu seinem etwas unrunden Debüt, in dem er sein Heimweh im Berliner Exil verarbeitet hat. Der Zweitling handelt von einer Dreiecksbeziehung, die dazu führt, dass jemand ausgeklammert, sprich, getötet werden soll. Aus drei soll zwei gemacht werden. Nur wie, … Weiterlesen