Alexander Nitzberg im Interview

Ins Scheinwerferlicht des Literaturmarktes rückte der Lyriker und Übersetzer, Alexander Nitzberg, vor allem durch die Neuübertragungen von Michail Bulgakows Werken. Nun hat sich Alexander Nitzberg einen im Westen eher unbekannten Schriftsteller, dem Russen Boris Sawinkow, gewidmet, der gleichzeitig ein Terrorist war. Sein Roman, »Das fahle Pferd«, handelt von diesem Radikalen, vom Planen eines Attentats und von der Umsetzung – und verdeutlicht die psychologischen Vorgänge währenddessen. Warum Nitzberg ausgerechnet Sawinkow übertragen wollte, davon erzählt er in diesem Interview. Außerdem verrät er, warum er manchmal bei Büchern eifersüchtig werden kann, gibt Einblicke in die Arbeit eines Übersetzers, betrachtet seine Rolle, – er wird als Streitlustigster unter den bedeutenden Übersetzern aus dem Russischen bezeichnet –, bewertet Kritik und blickt voraus.

Alexander Nitzberg 1Seit über 15 Jahren kannten Sie bereits »Das fahle Pferd« und waren seitdem angetan davon. Sie haben stets darauf gehofft, dass Ihnen niemand zuvorkommt und es vor Ihnen neuübersetzt. Was hätten Sie getan, wenn es dazu gekommen wäre?

Natürlich hätte ich nichts getan, wäre dem hilflos ausgeliefert gewesen! Es ist wie mit einer schönen Frau, die man heiraten möchte und die dann plötzlich von einem anderen weggeschnappt wird: ein Gefühl der Eifersucht. Ich bin selten eifersüchtig. Bei Büchern war ich das bisher nur einmal, nämlich bei M. Agejew (»Roman mit Kokain«). Dieses Werk würde sich wunderbar in meine bisherige Linie einfügen. Schade! Aber wer weiß, wenn genug Zeit verstrichen ist …

Vor allem hat Sie die Sprache begeistert. Wo liegt für Sie der Reiz darin, besonders als Lyriker und gleichzeitig als Übersetzer? 

Der Reiz liegt in der unglaublichen Präzision von Sawinkows Werk. Fast bei allen anderen russischen Autoren entdeckte ich beim Lesen kleine Unebenheiten. Aber bei Sawinkow – keine Spur davon. Mich fasziniert seine Ruhe und Schönheit. Russische Prosa neigt ja gewöhnlich zu starken Emotionen, zur Emphase. Sawinkow überhaupt nicht. Es kommen praktisch keine Ausrufezeichen vor! (Außer bei manchen Bibelzitaten …) Und die besagte Präzision bezieht sich nicht allein auf den Stil, den Satzbau und die verschlungene Handlung, sondern auch – und vor allem – auf die Verwendung von poetischen Mitteln. Es ist, als würde ich Charles Baudelaire auf Französisch lesen oder – Wladislaw Chodassewitsch auf Russisch: Alle rhythmischen, klanglichen und metaphorischen Handgriffe sind nie plakativ nach außen gestülpt. Doch dadurch ist ihre Wirkung umso spürbarer. Das ist das Gegenteil von Bulgakow! Ich liebe Bulgakow mit seinen steten Manierismen und Pirouetten, aber irgendwann ermüden sie mich. Ich liebe Fellini mit seinen ewigen Clowns, Liliputanern, grotesken Damen, aber irgendwann wünsche ich mir stattdessen die stille, sezierende und zum Zerreißen gespannte Klarheit eines Antonioni. Sawinkow ist Antonioni.

Boris Sawinkows Werk ist nicht unbedingt dick, umfasst lediglich 200 Seiten. Um eine Vorstellung davon zu bekommen: Wie lange haben Sie an der Übersetzung gearbeitet? Gab es Hürden oder Stellen, die schwierig zu übertragen waren?

Fragen zur Arbeitsdauer beantworte ich grundsätzlich nicht: Niemand in der Welt da draußen kann mit diesen Zahlen etwas anfangen. Entweder geht es den Menschen zu schnell oder zu langsam. In diesem Fall ging es nach allen Maßstäben wohl eher langsam. Und natürlich gab es problematische Stellen. Schlichte schnörkellose Präzision ist schwieriger zu übersetzen als Bombast. Die Drahtenden müssen zusammenkommen, das Wort, auf welches der Satz hinzielt, muss exakt am Schluss des Satzes erscheinen – nicht an vorletzter Stelle (gefolgt von einem Verb!), sondern tatsächlich an letzter. Schwierig war zum Beispiel das Übersetzen des Wortes »можешь«, das in den Gesprächen um die Legitimation des Tötens ständig fällt. Ist es ein moralisches »du sollst« oder ein juristisches »du darfst« oder gar ein technisches »du kannst« oder ein Mix aus allen dreien? Ich tendiere zu dem lässig klingenden »du kannst immer töten, Wanja«, weil es zum Charakter des Ich-Erzählers passt. Aber an manchen Stellen musste ich es ein wenig modifizieren.

In keiner Rezension (ZeitSpiegel oder Deutschlandradio Kultur), die bisher erschienen ist, wird die Liebe erwähnt, die genau wie der Terrorismus eine signifikante Rolle in dem Roman einnimmt. Auch in den Nachworten ist nichts zu finden. Gerade diesen Kontrast finde ich spannend, da der Protagonist, das »Monster« George, dadurch menschliche Züge wie Eifersucht verkörpert. Es bleibt jedoch ein Rätsel, woher Jelena und George sich kennen und warum sie ihn nicht verrät. Wie bewerten Sie diese Beziehung? 

Ich halte die Gestalt der Jelena als Person für ein eher schwächeres Moment – was sich aber nicht auf die Komposition des Romans als Ganzes auswirkt (wie gesagt, der Roman hat für mich keine Schwachstellen!). Sie scheint mir, neben dem Reiter auf dem fahlen Pferd, der eigentliche symbolistische Einschlag zu sein: Eine Frau, die epikureische Sinneslust und Gesetzlosigkeit verkörpert. Ein verspieltes Zerrbild des Protagonisten. Geheimnisvoll und offen zugleich. Ich finde den eiskalten Zynismus der anderen Frau (Erna) gegenüber viel interessanter und ungewöhnlicher. Ich glaube, in Wirklichkeit liebt er sie. Fein angedeutet wird dies in der Passage, wo ihr tragischer Selbstmord geschildert wird: Wohlgemerkt, die Szene spielt sich einzig in seinem Kopf ab, in seiner Fantasie. Und wenn er beschreibt, wie sie den Revolver (den er ihr einst selbst geschenkt hat!) »mit einer schnellen und zugleich grazilen Bewegung« an ihre Brust presst, »an den nackten Körper. Direkt ans Herz, etwas unterhalb der Brustwarze«, dann höre ich latente Erotik heraus. Möglicherweise vereinigt er sich mit ihr tatsächlich erst in diesem – für sie tödlichen – Augenblick, denn für ihn ist die Liebe vom Tod nicht zu trennen. Jelena dagegen lässt er fallen – sein schönes nietzscheanisches »gefährliches Spielzeug«.

Besprochen wird der Roman auch am kommenden Freitag im »Literarischen Quartett«. Was erhoffen Sie sich davon und was halten Sie von der Wiederauflage dieser Sendung?

Ich muss gestehen, ich bin kein Fernsehzuschauer. Von der »Wiederauflage« erfuhr ich selbst erst seit knapp einer Woche … Aber ich freue mich auf die Sendung, weil es der Diskussion um das Buch hilft.

Boris Sawinkow – Das fahle Pferd

In dem Beitrag der Zeit gehen sie kritisch mit anderen Übersetzern um. Wie ist der Kontakt zu diesen? Die Zitate klingen so, als ob Sie stets um eine Deutungshoheit beim Übersetzen bemüht, ein »Einzelkämpfer« sind und ihre Arbeit selbstbewusst als treffendste bezeichnen. 

Der Schein trügt: Ich begegne übersetzerischen Arbeiten anderer mit Dankbarkeit und Respekt. Aber es gibt Fälle, wo ich mich gern über gewisse Ansätze streiten würde, vor allem, wenn ich glaube, dass sie ein wirklich verzerrendes Bild des Originals wiedergeben. Das war im Fall von Peter Urban so, dessen pseudowissenschaftliche Pedanterie, gepaart mit einer hartnäckigen Unsensibilität allem Artistischen gegenüber, mir als der denkbar schlechteste Ausgangspunkt für die Übersetzung eines Daniil Charms erschien. Oder im Fall von Hugo Huppert, dem das Kunststück gelungen war, Majakowskis avantgardistische Sprachexperimente in stählernen Stalinismus umzuschmelzen. Zuletzt im Fall von Thomas Reschke, der Bulgakows zirzensische Wortjonglage in gepflegten Realismus verwandelt hatte. Aber solche Debatten sind doch legitim. Mehr noch – sie sind unerlässlich. Schließlich geht es dabei um den geistigen Nachlass der großen Dichter. Wer soll denn diese Debatten führen? Etwa die Literaturkritiker, die oft nicht einmal des Russischen mächtig sind? Warum denn nicht die Übersetzer selbst, die sich hermeneutisch in das Werk vertiefen? Und warum müssen die Kontrahenten dabei stets in Watte gepackt werden, vor allem wenn sie (wie einst Peter Urban) das gesamte Feuilleton hinter sich haben? … Nur: Mit dem von Ihnen erwähnten Beitrag in der »Zeit« verhält es sich etwas anders: Der freundliche Herr, der mich interviewte, nannte mir verschiedene Namen, insbesondere den von Harry Rowohlt (dessen Übersetzungen ich zugegebenermaßen niemals gelesen hatte!), und fragte mich, ob ich nicht auch glaube, dies sei »Verrat am Original«. Ich wich der Frage diplomatisch aus, doch offenbar wollte er in meiner Antwort die eigene Meinung bestätigt sehen …

Michael Braun (Frankfurter Rundschau) schrieb über Sie, dass sie der Streitlustigste unter den bedeutenden Übersetzern aus dem Russischen wären. Wie gehen Sie selbst mit Kritik um? Der verstorbene Übersetzer Juri Elperin hat Sie zum Beispiel für den Titel »Das hündische Herz« (Michail Bulgakow) kritisiert: »hündisch« hieße, unterwürfig zu sein und Sie lägen damit »schlicht und einfach falsch«, meinte er.

Ich wirke vielleicht nur deshalb so streitlustig, weil es in Deutschland zu den guten Sitten zählt, den »Kollegen« nie anzugreifen. Ein quasi sozialdemokratisches Kunstverständnis, das mir für immer fremd bleiben wird. In den Augen der russischen Literaturtradition, die unvergleichlich polemischer ist, wäre ich gewiss überaus moderat. Ich weiß, es gibt Dichter, die nach einem Verriss sich am liebsten die Kugel geben würden. Mich selbst lässt Kritik dagegen recht kalt. Ich wurde mein Leben lang angegriffen, manche Male extrem hart. Aber das alles ist mir lieber als die klischeehafte Lobhudelei mit dem Verlegenheitsprädikat »einfühlsam wiedergegeben«. Und das Urteil von Herrn Elperin ist gewiss etwas voreilig gefällt. Im Grimmschen Wörterbuch heißt es hierzu: »… hündisch, adj. und adv. nach der art eines hundes; gewöhnlich auf die charactereigenschaften eines hundes gewendet … meist aber mit bezug auf die verächtlichen eigenschaften eines hundes: der geizige ist hundisch und murrisch, wenn er etwas ausgeben soll … man redet von hündischem (niedrigem, kriechendem) benehmen, hündischer gier, hündischer frechheit eines menschen«, wie immer begleitet von zahlreichen Beispielen. Wem das zu anachronistisch erscheint, der werfe einen Blick in den Online-Duden. Dort finden sich zwei Hauptbedeutungen: »1. sich würdelos erniedrigend; unterwürfig, 2. gemein, niederträchtig«. Und als Synonyme werden u. a. folgende aufgezählt: »ergeben, kniefällig, voller Demut, flehentlich, kriecherisch, liebedienerisch, untertänig, unterwürfig, devot, servil, sklavisch, subaltern, humil, bösartig, böse, boshaft, gemein, heimtückisch, hinterhältig, hinterlistig, niederträchtig, teuflisch, verachtenswert, verächtlich, würdelos, impertinent, luziferisch, perfide, perniziös, perfid, eklig, giftig, gehässig, infam, hundserbärmlich, mies, hundsföttisch«. Dieser Sermon entspricht ziemlich genau dem Katalog der russischen Bedeutungen im berühmten Dahl-Wörterbuch und – was nicht weniger wichtig ist – den Charaktereigenschaften Lumpikows. Es ist also nicht ganz ungefährlich, eine einzige Wortbedeutung – zumal ohne Rücksicht auf den Kontext – einfach so zu verabsolutieren. (Übrigens halte ich meinerseits den Titel »Roman mit Kokain« für eine fragwürdige Übersetzung. Was soll das denn sein – ein Roman mit etwas? Auf Russisch hingegen bedeutet das Wort »Roman« unter anderem »Liebesaffäre« …)

Im Vergleich zur amerikanischen Literatur werden russische Wiederentdeckungen eher selten hierzulande verlegt. Hanser hat zwar neulich Gaito Gasdanow (»Das Phantom des Alexander Wolf«»Ein Abend bei Claire«) ausgegraben, Manesse den von Ihnen erwähnten Agejew (»Roman mit Kokain«) und Dörlemann hat immer mal wieder Werke wie die von Lydia Tschukowskaja (»Untertauchen«) oder Sigismund Krzyżanowski (»Der Club der Buchstabenmörder«) im Programm. Was sind die Gründe für diese eher raren Veröffentlichungen, wo es noch so viel zu (wieder-)entdecken gibt? Desinteresse?

Ich glaube, die Popularisierung der russischen Literatur in Deutschland ist seit Jahrhunderten politisch bedingt. Jedem Autor muss unter allen Umständen eine Haltung gegen das Zaren-, Lenin-, Stalin-, Kruschtschow-, Breschnew-, Putin-»Regime« aufgedrückt werden (einzig Jelzin und Gorbatschow bilden die Ausnahme). Es sind immer genügend »Experten« da, die – eingebettet in politisierte akademische Thinktanks – dem Lesepublikum liebend gern die Bedeutung der jeweiligen Werke erläutern. Bei gänzlich apolitischen Dichtern (allen voran Daniil Charms!) werden die Viten respektive Werke entweder behutsam umgedeutet, oder es entsteht eine Konfusion, wie sie denn einzuordnen seien. Darüber hinaus gibt es natürlich auch zahllose Autoren, die zwar keine »Regimekritiker«, aber (welch Wunder!) trotzdem recht talentiert waren. Wo steckt man denn so jemanden hin? – Um wirklich wahrgenommen zu werden, brauchen Bücher heutzutage Märkte. Und Märkte reagieren nun mal auf den Kommerz und die Politik. (Siehe z. B. die düsteren jüngsten Entwicklungen im Fall Pirincci.)

Laut ihrer Homepage erscheint »Das schwarze Pferd« im nächsten Jahr. Es ist sozusagen die Fortsetzung des »fahlen Pferdes«. Was kann man von diesem Roman erwarten und wie unterscheidet er sich von dem aktuellen?

Es handelt sich um Sawinkows letzten Roman, gewissermaßen um sein Vermächtnis. Er ist im gleichen Stil geschrieben, spielt aber fünfzehn Jahre später. Der ehemalige Terrorist und Zarismusfeind hat inzwischen die Seiten gewechselt und ist jetzt ein Oberst der Weißen Garde. Im Roman werden die Wirren und die Unmenschlichkeiten des Bürgerkriegs ohne Schonung gezeigt, begleitet von fatalen persönlichen Verflechtungen. Immer wieder stellt sich der Erzähler die Frage: Kämpfe ich für die gerechte Sache? Töten meine Feinde nicht letztendlich auch mit denselben hehren Absichten? Was ist das Schicksal des russischen Volkes? Das Buch ist auf ähnliche Weise schockierend und klug geschrieben, wie »Das fahle Pferd«. Gerade in der heutigen Zeit, wo Bürgerkriege angezettelt werden, wirkt die Lektüre höchst aufrüttelnd.

Nun ist Boris Sawinkow nicht unbedingt ein Teil des westlichen Kanons. Zumindest den meisten Deutschen wird der Name vermutlich nichts sagen. Planen Sie weitere Übersetzungen von eher unbekannten russischen Werken? Gibt es da noch weitere Wunschtitel, die Sie noch unbedingt in diesem Leben übertragen wollen?

Ich habe mich mein Leben lang um vergessene oder hierzulande übergangene Dichter bemüht (Igor Sewerjanin, Michail Senkewitsch, Abram Efros, David Burliuk, Boris Poplawski, Nikolaj Gumiljow, Jelena Schwarz, Maximilian Woloschin, Anna Radlowa, Oleg Grigorjew, Maxim Amelin, Edmund Spenser, Viktor Hofmann, Georgij Iwanow, Sergej Neldichen), um nur einige zu nennen, deren Werke ich übersetzt und herausgegeben habe. Dagegen sind die bekannten Namen bei mir eher in der Minderheit (Alexander Puschkin, Anton Tschechow, Wladimir Majakowski, Anna Achmatowa, Marina Zwetajewa, Joseph Brodski, Jewgenij Samjatin, Daniil Charms, Michail Bulgakow). Im nächsten Jahr erscheint, erstens, meine Neuübersetzung von Dostojewskis Roman »Der Spieler. Roulettenburg« bei dtv. Und dann das brandgefährliche subversive Buch »Zerfall des Atoms« von Georgij Iwanow bei Matthes und Seitz, worauf ich mich jetzt schon besonders freue. Es wird, davon bin ich überzeugt, nicht weniger polarisieren als Sawinkow. (Da dürfen auch Sie mich gern härter anpacken!) Die vielen weiteren heißgeliebten Werke, die ich noch übersetzen möchte, werde ich an dieser Stelle jedoch nicht preisgeben, weil ich nicht will – die alte Leier! – dass mir jemand zuvorkommt! Sie wissen: Es ist wie mit einer schönen Frau, die man heiraten möchte …


Verlost wird Boris Sawinkows Roman »Das fahle Pferd«. Bis zum 11. November 2015 einfach einen Kommentar unter diesem Interview hinterlassen und ein Exemplar gewinnen.

→ Buchinformationen: Sawinkow, Boris (September 2015): Das fahle Pferd. Roman eines Terroristen. Galiani Verlag Berlin. Aus dem Russischen übersetzt, kommentiert und mit einem dokumentarischen Anhang versehen von Alexander Nitzberg. Mit einem Nachwort von Prof. Jörg Baberowski. Titel der Originalausgabe: Конь бледный (1913). 304 Seiten. ISBN: 978-3-86971-114-0]

→ Fotos von Alexander Nitzberg: privat.

5 thoughts on “Alexander Nitzberg im Interview

  1. Vor einigen Tagen bin ich durch die Rezension hier auf diesen Roman aufmerksam geworden. Und jetzt dieses gelungene Interview mit einem doch nonkonformistischen Übersetzer! Vielen Dank dafür! Mein Vorhaben, ihn zu lesen hat sich nur bestärkt, daher würde ich gern an der Verlosung teilnehmen. Ich bin immer für nicht bekannte russische/osteuropäische Literatur zu haben und habe hier schon einige Entdeckungen gemacht, für die ich dankbar bin, zuletzt -ist zwar kein russischer Autor, aber seis drum- bin ich hier auf „Der Meteorologe“ gestoßen und habe die Lektüre soeben abgeschlossen.
    Ich lese gern die Besprechungen hier, sind genau meine Wellenlänge. Bitte weiter so!

    • Liebe Katharina,

      es freut mich, dass du mit meinen Beiträgen etwas anfangen kannst und durch diese sogar zu bestimmten Büchern greifst.

      Beste Grüße
      Muromez

      PS: Im Lostopf befindest du dich – viel Glück! 🙂

  2. Ein ungemein bereicherndes Interview, aus dem der Leser sehr viel Informationen und Anregungen gewinnen kann. Ich finde es sehr spannend, Einblicke in die Gedankenwelt eines Autors/Übersetzers zu erhalten – ob durch Interviews wie jenes oder durch eine Biografie. Die osteuropäische Literatur habe ich über Jahre sehr vernachlässigt, ich entdecke sie allerdings gerade für mich und sehe in ihr dabei auch einige Parallelen zur skandinavischen Literatur. Viele Grüße

    • Ich finde ihn genauso spannend, diesen Blick hinter die Kulissen, der manche Ansichten ändern kann. Mir ist z.B. durch dieses Interview aufgefallen, dass ich manchmal Übersetzer gelobt habe, ohne zu wissen, wie das Original und wie die anderen Übertragungen aussehen. Solche Aussagen kann man eigentlich nur tätigen, wenn man mehr im Bilde ist und das vernünftig argumentativ belegen kann. Ansonsten ist das nur Phrasendrescherei.

      Darüber hinaus fand ich auch Alexanders Antworten zur Kritik spannend. Der Gedanke, dass Debatten, wenn es um den Nachlass der großen Autoren geht, von den Übersetzern selbst geführt werden sollten, die die Originale verinnerlicht und seziert haben, finde ich gar nicht so verkehrt, auch wenn sie anecken sollten.

      Viele Grüße zurück!

  3. Ich habe schon einige Bücher nur gekauft, weil ich eine Rezension in diesem Blog gelesen habe. Ich freue mich darauf auch diese Perle entdecken zu können, zumal das Interview einen sehr guten Teaser bietet und das Interesse weckt.

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