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Jan Brokken – Sibirische Sommer mit Dostojewski

Jan Brokken – Sibirische Sommer mit Dostojewski

Was war dieser Dostojewski für ein Typ? Der niederländische Autor Jan Brokken widmet sich der prägenden Freundschaft zwischen dem Baron Alexander von Wrangel (*1833 – †1915) und Fjodor Dostojewski (*1821 – †1881). Das Verhältnis der Beiden offenbart viel über den großen Literaten. Herausgekommen ist ein ruhiger und biografischer Roman. Eigentlich ist Dostojewski weg vom Fenster … Weiterlesen

Christopher Wilson – Guten Morgen, Genosse Elefant

Christopher Wilson – Guten Morgen, Genosse Elefant

Ganz kümmerlich soll der Diktator gestorben sein, vollgepisst und hilflos lag er herum, bis nach mehreren Tagen sich irgendwer zu ihm ins Zimmer traute und seinen Tod attestierte. Um das Ableben  von Stalin ranken sich einige Mythen. Mediziner, die ihm helfen konnten, fehlten, weil er sie alle beseitigt hatte. Und auch die Bediensteten hatten Angst, … Weiterlesen

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Julian Barnes – Der Lärm der Zeit

Der Fahrstuhl surrt und faucht, als er von Etage zu Etage zieht und ein Mann, Komponist Dmitri Schostakowitsch, im Mai 1937 darauf wartet, bis sich die Türen öffnen. Der Musiker hält einen Koffer in der Hand, im Inneren befinden sich Zigaretten, Unterwäsche und Zahnpulver. Er raucht nervös Kette, Panik und Angst überfallen ihn. Aber der … Weiterlesen

Deutsche Debüts

Deutsche Debüts

In den vergangenen Wochen habe ich unbewusst auffällig viele Bücher von deutschen Debütanten gelesen. Warum? Vielleicht brauchte ich zwischen den alten Schinken mal wieder etwas mehr Frischfleisch. Wie auch immer: Einige interessante, neue Stimmen waren dabei, die ich euch vorstellen möchte. Ist »Ellbogen« das (deutsche) Debüt des Frühjahrs 2017? Ständig sehe ich das Cover im … Weiterlesen

Kürze und Würze #2

Kürze und Würze #2

Das KZ aus dem Blickwinkel eines Kindes: Der verstorbene Imre Kertész hat dies im »Roman eines Schicksallosen« dargestellt wie kein Zweiter. Wie Kertész wurde auch der Niederländer Jona Oberski (*1938) deportiert, überlebte Bergen-Belsen als Junge und beschreibt in »Kinderjahre« diese Leidenszeit. Da sah ich die toten Menschen. Es waren Lakenbündel. Aus einigen ragten Gliedmaßen heraus. … Weiterlesen

Das war die LitBlog Convention

Das war die LitBlog Convention

Am vergangenen Samstag war es soweit: Zum ersten Mal fand die »LitBlog Convention« statt. Fünf Kölner Verlage (DuMont Buchverlag/Kalenderverlag, Egmont LYX/ INK, Kiepenheuer & Witsch und Bastei Lübbe) haben diese eigens für Menschen, die über Literatur bloggen, initiiert. Wollten sich, ihre Arbeit hinter den Kulissen und Autoren in der Schanzenstraße vorstellen. Das bunte Programm, aus … Weiterlesen

Vladimir Sorokin – Telluria

Vladimir Sorokin – Telluria

In der nahen Zukunft und in »Telluria« bekommt Nägel mit Köpfen machen eine vollkommen andere Bedeutung. Präparierte Nägel werden IN die Köpfe gemacht oder vielmehr in die kahlrasierten Schädel eingeschlagen, wodurch sich eine Droge entfaltet, die als das neue Wunderelixier gefeiert wird. Auch sonst ist kaum noch etwas, wie es heute ist: Zahlreiche territorialen Grenzen … Weiterlesen

Böll im Doppelpack

Böll im Doppelpack

Am 16. Juli jährte sich der 30. Todestag des Nobelpreisträgers und eines der wichtigsten Nachkriegsautoren Deutschlands, Heinrich Böll. Passend dazu habe ich zwei Werke des Kölners in die Hand genommen, die schon länger auf dem Stapel liegen, aber aus welchen Gründen auch immer bisher noch nicht angefasst worden sind. Erzählt wird der Roman, der damals … Weiterlesen

Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

Erich Maria Remarque – Im Westen nichts Neues

ISIS, Ostukraine, Israel. Bilder von Gewalt schwirren über die teuren 3D-Geräte, täglich. Sie berühren uns vielleicht so lange, bis wir ins Bett steigen und am nächsten Tag entschlüpft wieder alles. Eigene Sorgen drängen sich auf und verschieben. Menschen brauchen persönliche Bezüge, um Empathie heraufzubeschwören. Der Tod eines Schlagersängers, den man doch ach so gerne hatte, … Weiterlesen

Joachim Lottmann – Endlich Kokain

Joachim Lottmann – Endlich Kokain

Alles hängt, schwitzt und der Hunger kann nicht gestillt werden. Die Fülle und die Rettungsringe verhindern ein normales Dasein, das mangelnde Selbstwertgefühl sorgt für Angststörungen, ehe es sich komplett zur sozialen Phobie steigert. Der baldige Tod ist bereits prognostiziert. Doch plötzlich und durch ein Zaubermittel erhebt er sich, steigt wie ein Phoenix aus der Asche … Weiterlesen