Tagged with Stalinismus

Christoph Hein – Trutz

Christoph Hein – Trutz

Absoluter Wahnsinn, wie viele unzählige Talente, ja Genies, Stalin und Hitler eliminiert haben. Beide paranoide Diktatoren pfiffen auf all die klugen Köpfe, als sie diese beseitigten. Sie hätten ihnen nützlich sein können. Das zeigen auch die Lebensläufe in diesem Roman, der das Potential zwar nicht immer ausschöpft, dennoch lesenswert ist. Denn »Trutz« ist auch eine … Weiterlesen

Andrej Platonow – Die Baugrube

Andrej Platonow – Die Baugrube

Etwas zwischen Roman, Erzählung und Dokument hat Andrej Platonow (*1899 – †1951) mit der »Baugrube« geschaffen. Das hochkomplexe, mehrdeutige und verdichtete Werk enthält Anspielungen auf Politik, Philosophie, Religion und Zeitgeist. Vor allem widmet sich Platonow der Sowjetunion in den Jahren 1929/1930, als Stalin die revolutionäre Industrialisierung plant und weiter gegen die kapitalistischen Elemente vorgeht. Was … Weiterlesen

Anatoli Pristawkin – Wir Kuckuckskinder

Anatoli Pristawkin – Wir Kuckuckskinder

Sobald ein Diktator zu seiner Position gelangt ist, finden sich keine Zweifel mehr. Vollstes Vertrauen spricht ihm jegliche Gesellschaftsschicht aus. Es gibt kein Dagegen, es ist nicht existent. Anatoli Pristawkin  (*1931 – †2008), hierzulande eher unbekannt, verdeutlicht in »Wir Kuckuckskinder« (1991 mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet) diese Dimensionen und zudem das Schicksal von sowjetischen Waisenkindern … Weiterlesen

Wassili Grossman – Leben und Schicksal

Wassili Grossman – Leben und Schicksal

Die Feuerwüste und den Hexenkessel erlebte Wassili Grossman (*1905 – †1964) als Kriegsreporter mit, die einstige Metropole des Zweiten Weltkriegs – Stalingrad. Nach zähen Gefechten und zahlreichen Opfern verteidigte die Rote Armee ihre Stadt, unterband damit ein Vordringen der Deutschen in Richtung Kaukasus und weiter nach Asien. Dieser Sieg hatte auch einen erheblichen Anteil an … Weiterlesen

Alexander Solschenizyn – Der Archipel Gulag

Alexander Solschenizyn – Der Archipel Gulag

Im April begonnen. Im November beendet. Noch nie länger für ein Werk gebraucht – sieben Monate. Weggelegt, unterbrochen, ersetzt, daran erinnert, vergessen und dennoch immer wieder regelmäßig aufgeschlagen. Durchhaltewillen, nennt man es bei Langstreckenläufern. Ja, dieser Willen war vonnöten, unbedingt. Auf der Zielgeraden angekommen, richtet man die Arme nach oben und weiß: Das, was Du … Weiterlesen

Olivier Rolin – Der Meteorologe

Olivier Rolin – Der Meteorologe

Eigentlich, ja eigentlich befand sich der Franzose Oliver Rolin 2010 nur für einen Vortrag an der Universität von Archangelsk und verband damit einen Besuch auf den Solowezki-Inseln im Weißen Meer. Dort stieß Rolin auf ein nicht im Buchhandel erhältliches Album der Tochter eines Deportierten, gewidmet ihrem Vater Alexei Wangenheim zuliebe. Bestehend aus Briefen und Zeichnungen, … Weiterlesen

Lydia Tschukowskaja – Untertauchen

Lydia Tschukowskaja – Untertauchen

Wir benötigen Rückzugsorte, um dort Gedanken zu sortieren oder einfach nur die Probleme für einige Minuten auszublenden, zu verdrängen. In »Untertauchen« ist es für die Protagonistin der winterliche Wald, dessen Wirkung aufs Vergessen abzielt. Und doch wird die Ich-Erzählerin inmitten des weißen Glanzes der Birken eingeholt, mit den dunklen Kapiteln ihres Lebens konfrontiert und »fischt … Weiterlesen

Nino Haratischwili – Das achte Leben (Für Brilka)

Nino Haratischwili – Das achte Leben (Für Brilka)

Natürlich bin ich wieder mal spät dran. Aber wofür die Hetze? Nino Haratischwilis monumentales, fast 1300 Seiten umfassendes Werk »Das achte Leben (Für Brilka)« erschien im September 2014. Von Weltliteratur war sogar die Rede, ebenso vom besten Roman des Jahres. Die Lobeshymnen überschlugen sich, wurden zwar schon gesungen, trotzdem möchte ich in die gleiche Kerbe … Weiterlesen

Igort – Berichte aus der Ukraine

Igort – Berichte aus der Ukraine

Zwei Jahre, von 2008 bis ’09, war der italienische Comiczeichner Igort in der Ukraine unterwegs, wollte sie und das Postsowjetische dadurch näher verstehen sowie die Folgen des Kommunismus aufspüren. Daraus resultierte das Graphic-Novel-Produkt »Berichte aus der Ukraine«, das sich einerseits mit der Gegenwart beschäftigt, andererseits die Vergangenheit des arg gebeutelten Landes aufgreift. Igort hält die … Weiterlesen

Anatoli Rybakow – Die Kinder vom Arbat

Anatoli Rybakow – Die Kinder vom Arbat

Kaum ein Roman kann die Herrschaft Josef Stalins besser skizzieren als Anatoli Rybakows »Die Kinder vom Arbat«. Von 1966 bis 1983 schrieb der Autor daran, bis er 1987 endlich und während Michail Gorbatschows Amtszeit veröffentlicht werden durfte. Rybakow (*1911 – †1998) geniert sich nicht, macht reinen Tisch mit dem Stalinismus und zeigt die Quittungen der … Weiterlesen