Tagged with Kommunismus

Nino Haratischwili – Das achte Leben (Für Brilka)

Nino Haratischwili – Das achte Leben (Für Brilka)

Natürlich bin ich wieder mal spät dran. Aber wofür die Hetze? Nino Haratischwilis monumentales, fast 1300 Seiten umfassendes Werk »Das achte Leben (Für Brilka)« erschien im September 2014. Von Weltliteratur war sogar die Rede, ebenso vom besten Roman des Jahres. Die Lobeshymnen überschlugen sich, wurden zwar schon gesungen, trotzdem möchte ich in die gleiche Kerbe … Weiterlesen

Lola Lafon – Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

Lola Lafon – Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

Als Nadia Comăneci ihre Kür am Schwebebalken 1976 in Montreal entgegen der Schwerkraftgesetzte mit einer Salto-Kombination beendet, prasseln stehende Ovationen auf das Wunderkind nieder und die Halle steht Kopf. Alles muss sich kneifen! Was die gerade 14-jährige Rumänin bei diesen Olympischen Spielen geleistet hat, wirkt irreal, fast außerirdisch. Nicht einmal der Computer kann diese Leistung … Weiterlesen

Igort – Berichte aus der Ukraine

Igort – Berichte aus der Ukraine

Zwei Jahre, von 2008 bis ’09, war der italienische Comiczeichner Igort in der Ukraine unterwegs, wollte sie und das Postsowjetische dadurch näher verstehen sowie die Folgen des Kommunismus aufspüren. Daraus resultierte das Graphic-Novel-Produkt »Berichte aus der Ukraine«, das sich einerseits mit der Gegenwart beschäftigt, andererseits die Vergangenheit des arg gebeutelten Landes aufgreift. Igort hält die … Weiterlesen

George Bailey & Nico Nagel – Künstler im Exil

George Bailey & Nico Nagel – Künstler im Exil

In »Künstler im Exil«, das von Journalist George Bailey und Fotograf Nico Nagel zusammengetragen wurde, werden Kulturschaffende, die der Sowjetunion entkamen und der Literaturzeitschrift »Kontinent« sowie dem Kontinent Verlag nahestanden, portraitiert. Abgesehen von der engstirnigen Haltung des Verfassers sorgt das kleine Buch für Anreiz, sich mit Dissidentenliteratur auseinanderzusetzen. »Es ist eine Literatur des Leidens, des … Weiterlesen

Wenedikt Jerofejew – Die Reise nach Petuschki

Wenedikt Jerofejew – Die Reise nach Petuschki

»Die hochprozentigste Sauftour der Weltliteratur« rankt es auf der Rückseite. Tatsächlich wird bis zur Besinnungslosigkeit hinuntergekippt und gelötet, was das Zeug hält. Wenedikt Jerofejews »Reise nach Petuschki« aber nur auf den Alkoholkonsum zu beschränken, wäre aber viel zu simpel. Surreale Ebenen und Phantasmen machen sich auf, die bis zur finalen Apokalypse andauern. Aus den benebelten … Weiterlesen

Anatoli Rybakow – Die Kinder vom Arbat

Anatoli Rybakow – Die Kinder vom Arbat

Kaum ein Roman kann die Herrschaft Josef Stalins besser skizzieren als Anatoli Rybakows »Die Kinder vom Arbat«. Von 1966 bis 1983 schrieb der Autor daran, bis er 1987 endlich und während Michail Gorbatschows Amtszeit veröffentlicht werden durfte. Rybakow (*1911 – †1998) geniert sich nicht, macht reinen Tisch mit dem Stalinismus und zeigt die Quittungen der … Weiterlesen

Swetlana Alexijewitsch – Secondhand-Zeit

Swetlana Alexijewitsch – Secondhand-Zeit

1991 wurde die Sowjetunion aufgelöst. Doch die Werte und Einstellungen, die sie mit ihrem Sozialismus einverleibt hat, können nicht einfach so durch einen politischen Schlussstrich ausgetrieben werden. Journalistin und Schriftstellerin Swetlana Alexandrowna Alexijewitsch hat genau darüber das Buch »Secondhand-Zeit. Leben auf den Trümmern des Sozialismus.« geschrieben. 2013 wurde die Belarussin dafür mit dem Friedenspreis des … Weiterlesen