Ein bloggender Leser, kein lesender Blogger!

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Sie schreiben vom Messeblues, voller Euphorie und Glücksmomenten seien die Blogger, habe ich in Berichten wie diesen gelesen. Ich dagegen war nach der FBM 16 nur eins; müde. Das ist kein eigenartiger Zustand nach einem Messebesuch mit zu wenig Schlaf und dem Drumherum. Muss einkalkuliert werden. Bierchen hier, Party da. Das war ein anderes, kein übliches, physisches »Müde-Sein«. Ein paar Tage Abstand habe ich gebraucht, um die Wurzeln auszugraben und den Zustand beschreiben zu können.

Nichts Neues! Buch- oder Literaturblogger sind aus dem Betrieb nicht mehr wegzudenken, sie sind Teil dieses Kreislaufs geworden. Und wir Blogger, bis auf wenige Ausnahmen, stellen sicherlich keine Literaturkritiker im klassischen Sinne dar, die über das (theoretische) Wissen und den Stil verfügen, die für solche Rezensionen im Feuilleton notwendig sind. Ich möchte nicht wieder in die gleiche Kerbe schlagen. Allen Beteiligten geht das »Duell« zwischen Feuilleton und Bloggern auf die Nerven. Es existieren keine Grabenkämpfe, weil es zwei Paar Schuhe sind. Diese Konflikte werden künstlich durch lächerliche Aufschreie erzeugt. Beide Parteien haben ihre Daseinsberechtigung und sollten aufhören zu sticheln. Zu genau diesem Thema habe ich im Übrigen eine Masterarbeit geschrieben und weiß, wovon ich spreche!

Nein, das stört mich ganz und gar nicht. Für mich entsteht nur der Eindruck, dass Literaturblogger bereits weiter sind. Sie müssen sich nicht mehr dafür rechtfertigen, dass sie öffentlich über Literatur schreiben (dürfen) und eine ziemlich breite Zielgruppe erreichen (können). Sie müssen vielmehr definieren, ob sie nicht bereits professionell agieren oder sich auf dem Weg zu einer möglichen Professionalisierung, egal wie diese nun genau aussieht, befinden. Denn mit dem Rampenlicht, das in diesem Fall kein Geld bringt, steigen der Anspruch, die Erwartungen und Verpflichtungen. Im Gegenzug: steigt der Druck! Und genau das ermüdet und hemmt mich.

Kleiner Rückblick: Diesen Blog betreibe ich seit mittlerweile fast vier Jahren und seitdem sind zahlreiche Kontakte entstanden. Vor dem Blog-Start hätte ich so etwas nicht für möglich gehalten. Ich werde von Verlagen zu diversen Events eingeladen. Ich habe Menschen hinter anderen Literaturblogs kennengelernt, die ich sehr schätze und unheimlich mag. Mit denen ich im Austausch stehe und Spaß habe. Auf die ich mich jedes Mal freue, weil es Gleichgesinnte sind. Mit denen ich das hochspannende Experiment »Blogbuster« durchführe.

Und dann denke ich im Gegenzug: Wie profitieren Verlage und ihre Vertreter von mir? Sie wollen mich ganz bestimmt nicht ohne Hintergedanken deswegen treffen, weil ich ein obercooler Typ bin oder so. Sie bestellen nicht ohne Grund Autoren, die sich Zeit nehmen und exklusiv für uns/mich lesen. [Die ich dann leider wiederum/trotzallem nicht bespreche!] Machen wir uns nichts vor: Das ist Business! Actio und Reactio! Wenn dem professionellen Literaturkritiker vorgeworfen wird, zu nah am Kulturbetrieb und damit manipulierbar zu sein, wie sieht es dann erst recht beim Blogger aus?

Ich möchte zu keiner Litfaßsäule reifen! Ich möchte kein Druck haben! Ich möchte nicht Aussagen von Verlagen hören wie »Das und das steht noch aus!«, »Warum hattest du kein Termin für mich frei?« oder »Wo bleibt denn endlich deine Kritik zu XY?« Ich möchte unabhängig bleiben. Will mich nicht rechtfertigen müssen. Ich möchte selbst bestimmen, entscheiden. Ich möchte mein eigener Chef, Herr im (Blog-)Haus bleiben. All das hier ist Freizeit, ein zeitaufwändiges Hobby! Nirgends professionell, mehr nebenbei. Das soll so bleiben! Das Bloggen soll nicht zur Pflicht werden. Zwang ist der Anfang vom Ende.

Vielleicht waren gerade – es ist Freitagabend, 0:11, 0:23, 0:36 Uhr – zwei Halbe und zwei Kurze etwas zu viel. Vielleicht sorgt gerade das für dieses Jammern. Vielleicht könnte ich diesen Beitrag und dieses »zwischen-den-Stühlen-stehen« bereuen. Vielleicht sorgt aber genau dieser Post, dass sich dieses anfangs beschriebene »Müde-Sein« in Energie umwandelt, weil ich mich positioniere. Ich glaube, ich möchte vor allem; wieder mehr – kritischer – Leser sein und damit: ein Leser, der bloggt – kein Blogger, der liest. In der Hoffnung, dass diese »Aussprache« nicht umsonst war.

27 thoughts on “Ein bloggender Leser, kein lesender Blogger!

  1. Du sprichst mir aus der Leserseele – ich sehe das ganz genauso: Die Blogger sind ein Stück weiter, sind sozusagen „im Betrieb“ angekommen. Und ich stelle mir auch die Frage: Was will ich für mich selbst, für meinen Blog? Ich will vor allem eins: Frei sein von Verbindlichkeiten, Ansprüchen, Druck – da geht es uns beiden offenbar ähnlich. Ich möchte nach wie vor einfach die Bücher besprechen, auf die ich momentan Lust habe …

  2. Ich ringe gerade mit dem Umstand, dass ich feststellen muss, mein wöchentliches Pensum von einem Blogbeitrag diesmal nicht erreichen zu können. Und da kommt dein schöner und ausgesprochen hilfreicher Beitrag! Er hilft wohl jedem Literaturblogger, sich zu fragen: Wo stehe ich eigentlich? WIll ich überhaupt hier stehen? Und ein Plädoyer für den Freiraum, aus dem man kommt und den man sich bewahren sollte.
    Ein großes Dankeschön dafür!

    • Ich möchte auch jede Woche etwas veröffentlichen. Aber wenn ich dieses Ziel nicht erreiche, geht die Welt nicht unter. Das musste ich aber ebenso erst lernen.

      • Aber wer gibt euch denn dieses Pensum? Das seid ihr doch selbst, oder etwa nicht? Ich lasse mir nicht vorschreiben, wann oder ob ich etwas poste. Insbesondere die Freiheit, unerwartete und nicht gewünschte Bücher einfach zu ignorieren, gönne ich mir ebenso wie das von dir erwähnte Nicht-Besprechens eines Titels trotz vielleicht nettem Autorenkontakt.

        Liebe Grüße

        Steffi

  3. hmmm… wenn ich deinen beitrag lese, weiß ich nicht, ob ich was falsch mache – oder ob ich was richtig mache. ich bekomme keine einladungen, kein autor liest für mich, ich besuche natürlich auch die buchmesse nicht, leseexemplare suche ich mir selber aus, daher ist das schreiben von besprechungen kein prob…. ein angebot, gegen vergütung zu schreiben, habe ich kürzlich dankend abgelehnt. kein druck, außer dem, den ich mir selber mache. und mit dem kann ich leben. es geht also auch so. 😉

  4. Danke für diesen ehrlichen Beitrag, in dem ich mich und mein Team ebenfalls wiederfinde. Und ja, über diese Litfasssäulensache habe ich auch schon mehr als einmal geschimpft.

  5. Kann ich gut nachvollziehen, auch wenn ich nicht zu vents eingeladen werden, aber schon wenn man das eine oder andere Buch bekommt hat man ja im Hintergrund den Druck, vielleicht auch zusätzlich zum eigenem z.B. regelmäßig was zu schreiben oder auch gut zu schreiben. Zum Glück schaffe ich es aber dies immer wieder zu bemerken, und dann mache ich erstmal ein Slowdown, sprich durchatmen und schauen auf was ich Lust habe, denn wie Du sagst, es ist ein Hobby und kein Business.

  6. Ein schöner Beitrag!
    Ich denke, dass es in der Tat so ist, dass man von Verlagen oder zu bestimmten Bloggerprojekten nur dann eingeladen wird, wenn man eine bestimmte Reichweite hat. Das heißt natürlich mehr Beiträge, aktuelle Bücher besprechen und twittern, was das Zeug hält. Für mich ist das keine Option. Lesen bleibt die Hauptsache …

  7. Ich habe sowohl den Beitrag gelesen, als auch die Kommentare – wohl zumeist von Buch-Bloggern – und möchte gerne als Journalistin ein paar rare Zeilen eintippen; denn ich kommentiere wenig online. Aus beruflichen Gründen.
    Ich kann jedoch einen Vergleichsbereich zu dem Thema „Kritik an Kunst – Meinung oder Markt“ heranziehen, nämlich die Musik. Vor einigen Jahren habe ich als Tour- und Künstlermanagerin gearbeitet, sehr erfolgreich, und bin daher auch zu Showcases und Releases (verzeiht die Anglizismen, aber sonst verstehen Musiker nicht, was gemeint ist xD) eingeladen worden. Auch habe ich unzählige Reviews (sorry nochmal xD) verfasst, also Produkt-Rezensionen, entweder für die Plattenfirmen und Verlage, oder für die Künstler selbst.
    Vor etwa einer Dekade fing diese Diskussion zwischen Kommerzialisierung durch ersten Netzvertrieb und Ausbeutung der Kunstschaffenden durch etablierte Unternehmen bereits an, ich schrieb diverse Berichte dazu auf meiner eigenen Firmen-Webseite; damals war ich eine der ersten, die sich um Nachwuchsmusiker kümmerte und tatsächlich kein Geld für Beratung und Vermittlung von Verträgen verlangte.
    So, und nun zum eigentlichen Anlass meines Kommentars samt Einschätzung:
    Ich bin auch Autorin, veröffentlichte 2010 ein Buch mit Soundtrack über Verlag und
    Plattenfirma. Der „bloggende Leser“ MUROMEZ bemerkt, dass „diese Konflikte künstlich durch lächerliche Aufschreie erzeugt werden“. Da hat er wohl Recht. Man sollte sich aber als Blogger bitte selbst an die Nase fassen, denn die von mir erwähnten Kommentare zu jedem sich bietendenText, sind, was mich persönlich extrem nervt, weil sie einem nicht mehr gestatten etwas zu lesen, zu hören oder zu betrachten (gerade das ist für einen objektiven Journalismus zwingend), ohne tendenziöses Echo der Online-Nutzerschaft, die mitnichten neutral urteilt, denn wer unter uns (ja, erinnert an Jesus jetzt) ohne Tendenz ist, meint, er sei auch ohne Schuld; sprich, in solch einem Falle schuldig der geschönten Rezension.
    Und wer unter uns kennt schon den Nutzer jedes sich auftuenden neuen Blogs?
    Ist er vielleicht selbst von den Unternehmen „endorsed“, also besitzt einen Blogger-
    Support-Vertrag mit einem Verlag oder Vertrieb?
    Das Phänomen der Amateur-Beteiligung ist schließlich nicht neu, existiert seit MySpace, und nun florieren die YouTuber, die ihre „Empfehlungen“ via hipper Webcam wie jodelnde Marktschreier vortragen, und kein LOL-Teenager bemerkte für lange Zeit, dass diese hippen, jungen und angesagten Amateure gar keine sind, sondern einfach bezahlte Call-Center-Agenten der binären Welt.
    Ist also quasi so wie die uns allen bekannte „Apotheken-Rundschau“, wohlgemerkt die meistgelesene Zeitung in Deutschland (!), die viele Patienten und Kunden mit der Absicht lesen, tatsächlich medizinisch relevante Information aufzunehmen, doch leider sind es Anzeigen aus Pharma- und Kosmetikindustrie.
    So sponsert sich dieser – kostenlose – Mitnehmprospekt.
    Dieses wohlige Gefühl der unbeteiligen Amateure, die laut ihrer Deklaration
    „selbstverständlich unabhängig“ schreiben, endet jedoch nicht beim Buch oder bei der Musik, auch nicht bei allen anderen Produkten, die online durch Marketing verbreitet, gefeiert oder vernichtend in den Boden der aufmerksamen Käuferschaft gestampft werden – wenn es denn zum Beispiel der Konkurrenz nicht gefällt (!).

    Fragt sich also, wer bleibt denn am Schluss noch unparteiisch und „independent“, nach Lesen Dutzender Amazon-Sternchen-Beschreibungen, Zerrisse oder Lobgesänge zu einem Kunstprodukt; gefakten Bestseller- oder Warentestlisten?
    Man merke auf: der Terminus KUNST von KÜNSTLICH steckt nicht ohne Grund drin, weil auch ein Kunstschaffender sich seit Anbeginn der Zeit mit diesem Konflikt zwischen der Vermarktung einer geistigen, für ihn einmaligen, Idee und des Erhalts seiner Authentizität (leider ein gräßlich oft breitgetretenes inzwischen zum Schimpfwort mutiertes Attribut zu einem Künstler, „authentisch“, „ehrlich“ geschrieben, vorgetragen etc …) auseinandersetzen musste.
    Und der Kritiker?
    Verfasst er seine Rezension gar im Auftrag, oder tut er es aus eigener Passion an der Kunst, ehrenamtlich, ohne Anspruch an einen Lohn?
    Ja, der Lohn, höre ich bereits den Bloggertenor, der Lohn ist doch die kostbare Rückmeldung meiner Leser, oder?
    Was ist aber mit denen, die einfach nur einen Text lesen oder ein Musikstück genießen möchten, ohne danach die noch kostbarer gewordene Restzeit für eine persönliche Einschätzung ganz unparteiischer Art verschwenden zu müssen?
    Ich gehöre nämlich zu jenen, so wie viele meiner Kollegen aus dem Kulturressort, die still lesen, hören und schauen. Wenn ich im Auftrage eines Mediums schreibe, ist das klar; ich konsumiere den Stoff, auch wenn ich weder dieses Buch, noch jenes Album selbst je kaufen würde … will ich aber privat, also ganz für mich, Kunst genießen und/oder entdecken (dazu gehört Literatur für mich auch, leider bei 70.000 Neuerscheinungen – wie dieses Jahr auf der Buchmesse vorgeführt – kaum noch erkennbar, was wirklich talentiert geschrieben, und nicht von einem ganzen Team Co-Worker verfasst wurde), dann kommentiere ich nicht, ich reflektiere.
    Und genau dies geht leider immer mehr flöten, weil auch der gemeine Blogger heutiger Tage durchaus unter dem Druck schreibt, etwas abzuliefern, und sei es nur, um ein paar virtuelle Auszeichnungen seines Template-Anbieters abzugreifen, oder die Hilde aus Düren nicht zu enttäuschen, die sich schon so sehr auf die Rezi über „Vampirglut“ gefreut hat …

    Lieber Muromez, hier schreibt Villebooks 😀
    ich bin seit langer Zeit stille Genießerin Deiner Beiträge, kommentiere nie, anerkenne Deinen Zeitaufwand (obgleich sicher sinnvoller, analytischer Nebeneffekt zu Deiner Masterarbeit), uns mit Deinen Einschätzungen hoher Qualität zu erfreuen, also unsere Zeit kreativ nutzbar zu machen, und sehe es auch nicht als Hobbyschreiberei – wie auch ein Musiker ohne professionelle Truppe dabei kein unambitionierter Musiker ist; aber hüten wir uns alle auch davor, ihn nicht durch seine eigene Entscheidung im Underground wirken zu wollen, ad hoc im Geiste zum besseren Musiker zu machen.
    Das ist die wichtige Schlussfolgerung zu diesem Thema des Interessenkonfliktes zwischen Bloggern (was auch immer die wirkliche Definition ist, mal den U.S. Konzern Google befragen …) und Medienprofis, die sich für das Verfassen von digitalen und analogen Inhalten bezahlen lassen.
    Ich werde als Bildjournalistin auch für meine Fotos bezahlt, aber bin ich deshalb gleich von meinem Willen befreit, meiner Arbeit eine Handschrift zu verleihen?

    Die Wissenschaft zeigt in vielen neuen Projekten, voran ESA und DLR, wie unabhängige Amateure auf dem Gebiet der Forschung und Beobachtung mit Institutsmitgliedern trefflich kooperieren und sich im Resultat konstruktiv ergänzen. Ich selbst habe mal aus investigativen (auch so ein über-verwendetes Wort) Gründen an solch einem Projekt teilgenommen. Eine Win-Win-Situation (noch ein über-benutzter Begriff), doch letzlich wahr, wenn zwei oder mehr Parteien einer Welt einen Nutzen davon haben, mit dem, was sie tun.
    Es zeigt sich doch gerade in diesem Übergangszeitalter der digitalen Marktschreier und Tweet-Proklamateure, wir brauchen wieder Menschen, humane Reflektoren, die das Unsichtbare aus der immer größer werdenden Masse an Daten und Produkten (übrigens fälschlicherweise als „Quantität des Großhandels“ (Stichwort SEO) bezeichnet, aber eigentlich nur der Tatsache geschuldet, dass wir globalisieren und als Erdbevölkerung stetig wachsen) wieder sichtbar machen. Nur das hilft dem Nutzer faktisch, am Ende einer langen Produktionskette; nicht der Heroismus, ein Unabhängiger oder Medien-Revoluzzer zu sein, ebenso nicht das Aktienportfolio eines Konglomerats.
    Gottlob gibt es in der Natur genügend Zwischentöne, Varianten und Wellenlängen, auf denen wir surfen, lauschen und: reflektieren. Wie das Licht, das wir auch nur erkennen, wenn es reflektiert, am Teilchen von Staub unserer Atmosphäre.

    Das gesamte Internet ist heutzutage voller Kämpfe … wer trägt den Nutzen davon?
    Darum muss die nächste Frage lauten, wie sie schon von Schiller und Lessing gestellt wurde: Muss oder darf die Kunst sich daran beteiligen?
    Oder provokant journalistisch gefragt – befeuern wir eine Schlacht, oder stiften wir Frieden?

    Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit,
    – und besonderen Dank an diese(n)s Blog, denn ich schätze die Mühe des Autors sehr!

    Verehrung und kollegialer Gruß – Susan Ville

  8. Pingback: Leben, lachen, lesen | masuko13

  9. Ein sehr schöner Post! Ich finde es immer wichtig unabhängig zu bleiben. Klar kann man Werbung für Verlage machen, aber eben nur, wenn man das jeweilige Buch wirklich toll fand und vor allem es auch lesen möchte und nicht nur liest, weil es gerade neu erschienen ist oder einem als kostenloses Leseexemplar zur Verfügung gestellt wurde.

  10. Pingback: Wochengebrösel 11/2016 | Brösels Bücherregal

  11. Ein sehr interessanter Artikel.
    Vielen Dank dafür :-).
    Aber ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich mich mit diesem Kommentar etwas unbeliebt mache.

    Zum Thema Rezensionsexemplare: Ich finde es logisch, dass Verlage da auch auf eine Gegenleistung hoffen. Beispielsweise habe ich schon einige Absagen wegen zu geringer Reichweite bekommen. Und das kann ich auch vollkommen nachvollziehen. Wenn ich ein Produkt verkaufen möchte, biete ich es ja auch nicht den Ladenbesitzern auf dem Land an, sondern schaue, dass ich es in den Städten verkaufen kann. Dass Verlage ein Interesse daran haben, dass die Rezension rechtzeitig online und nicht z.B. erst nach zwei Jahren nach Erscheinungsdatum veröffentlicht wird, finde ich auch nachvollziehbar. Schließlich wollen sie das Produkt jetzt verkaufen. Ich persönlich habe kein Problem damit, Bücher zu lesen, die nicht frisch aus der Druckerei kommen. Vielen Lesern geht es da aber offenbar anders.

    Und Blogbuster finde ich im Prinzip eine sehr gute Idee: Allerdings geben mir die Teilnahmebedingungen Rätsel auf. Es wird keine Genreliteratur gesucht. Dabei kann man doch jede Geschichte einem Genre zuordnen. Literaturagenturen und Verlage bitten ja gerade darum. Sonst landet der Fantasy Roman ja beim Sachbuch Verlag und der wundert sich dann über das Manuskript…

    Ich hoffe jedenfalls, dass du die Freude am Bloggen wiederentdeckst und sich der Druck für dich in Grenzen hält.

    viele Grüße
    Emma

  12. Pingback: [Notiz]: Jahresrückblick und Blogpause – Lesen macht glücklich

  13. Ähnliche Gedanken hatte ich vor kurzem auch. Als lesender Blogger haderte ich mit mir und meinem Buchblog, als Leser, der bloggt, läuft wieder alles ganz entspannt und bereichernd.

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