Warum ich diesen Artikel schrieb …

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Es hat mich erwischt. Frühes Aufstehen. Frühes ins-Bett-gehen. Dazwischen wenig Zeit, wenig FREIzeit vor allem. Hallo Arbeitswelt! Hallo geregelter Tagesablauf! »Früher«, und das ist noch nicht allzu lange her, war es anders. Das Studenten-Dasein bietet so einige Privilegien. Langes Ausschlafen, die Nacht zum Tag machen, party hard, et cetera pp.

Hatte Vor-, aber ebenso genügend Nachteile. Teils wusste man nicht, wohin mit diesen Lücken und der Langeweile. Sinnloses Vergeuden. Verplempern. Ich hätte durchaus noch mehr Bücher lesen können, meinen Horizont weiter erweitern können, FREIzeit war da. Stattdessen lief zwischendurch die PS4 heiß. Oder drei, vier, fünf kühle Blonde wurden in Gesellschaft geköpft. Man lebt nur einmal! For sure!

Und nun? Nach Feierabend versuche ich stets ein paar Seiten zu lesen. Manchmal muss ich eine gewisse Passage zigmal von vorne beginnen, wiederholen, weil die Aufnahme stockt. Manchmal klappen die Augen von alleine zu und wollen nicht. Manchmal mache ich es mir zu leicht und schalte stattdessen resignierend die Glotze an.

Und nun? Eigentlich müsste ich noch einen Blog-Artikel verfassen, denn ein Blog muss regelmäßig gefüttert werden, davon lebe er schließlich, heißt es. Aber worüber, wenn ich diesen einen Tausend-Seiter immer noch nicht beendet habe? Kein Interview geführt habe? Nichts zur aktuellen Literatur-Szene/Diskussion, über den Buchpreis zum Beispiel, zu sagen habe? Genau darüber »philosophiere« ich hier gerade – und halte diesen Prozess, wie man unschwer erkennen kann, für wen auch immer fest.

Schönen Sonntag, liebe Leser und habt Geduld mit mir!

23 thoughts on “Warum ich diesen Artikel schrieb …

  1. Ich wünsche Dir alles Gute und freue mich auf die folgenden Besprechungen, auch wenn ich dafür etwas länger warten muss. Es dauert eine Weile, in den Arbeits-Freizeit-Rhythmus zu kommen, aber Du entdeckst womöglich, das Lesen dann Entspannung bedeutet, wie es bei mir der Fall ist. Viele Grüße

    • Danke dir, liebe Constanze! Man darf nicht vergessen, dass hier alles „nur“ Hobby ist, ein zeitintensives hinzu. Glaube auch, dass man das mit dem Arbeits-Freizeit-Rhythmus irgendwann hinbekommt und sich alles einpendelt. Lesen als entspannendes Element! Durchaus! Habe ich ebenfalls schon bemerkt. Viele Grüße zurück

  2. Ich erinnere mich noch, was für ein Schock diese Umstellung für mich war. Irgendwann findet man seinen Rhythmus wieder. Mir hilft es immer wieder zu kontrollieren, was mir wirklich wichtig ist und wie ich meine wenige Zeit gerne verbringe.
    Alles Gute von Susanne

    • „Schock“ nicht unbedingt, ist jetzt nichts komplett Ungewohntes, aber schon eine Umstellung. Eins lernt man auf jeden Fall: Zeit ist kostbar und Aufschieberitis ist Mist! 🙂 LG

  3. Willkommen in der Arbeitswelt, lieber Kollege! Zuallererst: Glückwunsch zum Job! That’s great! Und jetzt dieses: Ein Blog muss nicht regelmäßig gefüllt werden. Er atmet und lebt auch weiter, selbst wenn er mal für drei Wochen keinen neuen Stoff bekommt. Das sind meine Blog-Erfahrungswerte, die mich lange schon sehr entspannen. (Wenngleich ich manchmal unruhig werde, weil ich keine Zeit für einen Artikel finde.) Deine Leser vergessen dich nicht und freuen sich dann um so mehr, wenn du sie mit deinen Beiträgen beglückst.

    In diesem Sinne: Keep calm! Und vor allem – komm gut an in der Arbeitswelt!

    Liebe Grüße

    Klappentexterin

  4. Es ist ja eigentlich schon alles gesagt zum FREIzeit-Thema. Und ich habe auch gar nichts Neues hinzuzufügen. Ich möchte mich aber trotzdem zum einen den guten Wünschen zum Job anschließen (der hoffentlich auch ganz viel Spaß macht) und zum anderen auch beruhigen, dass wir Dir nicht gleich das Abo kündigen, nur weil nicht alle paar Tage ein Artikel von Deinem Blog purzelt. Wir kennen das Zeitproblem ja auch. Und seufzen alle im Chor: Ach, wie schön war das doch damals, als wir noch selbst Herr über unsere Zeit waren. Kommt ja irgendwann wieder, mit 70 oder so :-).
    Viele Grüße, Claudia

  5. Empfehle als Gegenmaßnahme: Bahnfahren ohne Kabel für i-Geräte oder andere mitzunehmen, Arztbesuche (lange Wartezeiten), etwas beim Amt beantragen (noch längere Wartezeiten), A2 bei Vollsperrung befahren (lange Standzeiten)… Sprich: man muss sich die Zeit echt aus den Rippen leiern und daran muss man sich erst gewöhnen.

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